Thomas Schwarz

Der Bio-Winzer

Thomas Schwarz ist 1972 geboren und in Purbach aufgewachsen. Um Wein machen zu lernen hat er nach der Matura in Eisenstadt noch 1 1/2 Jahre in Krems verbracht, am liebsten erkundet er aber immer noch den Leithaberg. Warum an einen anderen Ort fahren, so lange es hier noch so viel gibt, das er nicht kennt? Und während sein Wein sich mehr und mehr selbst macht, kann Thomas Schwarz andere schöne Dinge tun: Zeit mit seiner Tochter verbringen, zum Beispiel. Enduro fahren, Downhill Mountainbiken,  Stand-Up-Paddeln oder einfach Heavy Metal hören. Wenn er noch besser wird im „den Wein sich selbst machen lassen“, dann kann er eines Tages vielleicht seinen Traum verwirklichen und eigenes, gutes Bier brauen. Das, fürchtet er nämlich, braut sich noch viel schwieriger als guter Wein.

Thomas Schwarz

Seine Philosophie

Thomas Schwarz Ziel ist es, sich selbst möglichst überflüssig zu machen – im Weingarten und im Keller. Seine Reben und der Boden, auf dem sie wachsen, sollen so gesund sein, dass sie kaum Hilfe von Menschen benötigen, die Weine sollen spontan vergären, und sich ohne Intervention entwickeln und reifen, in großen Fässern, die ihren Geschmack möglichst wenig verändern. Am liebsten wäre es ihm, wenn sich sein Wein selbst in Flaschen füllen würde. Entsprechend definiert er sich mehr über das, was er nicht hat und macht: kein Barrique, keine Zuchthefen, keine  synthetischen Pestizide und Insektizide, kein Kunstdünger. Bei einem Sekt, dem Rose Brut ZZ, verzichtet er sogar auf Dosage und Schwefel. Schon Thomas Schwarz Großvater hat am Spitz Wein gekeltert. Schwarz will seine Weine so reduziert machen, wie das zu Zeiten seines Großvaters üblich war – bloß mit all dem Wissen von Heute. Gleich, nachdem er das Weingut 2005 von seinem Vater übernommen hat, hat er begonnen, es biologisch zu bewirtschaften. Weil ein gesunder, lebendiger Weingarten viel selbstständiger ist als ein konventioneller.

Thomas Schwarz

Sein Weingut

Der alte Steinkeller, drei Stockwerke tief unter der Erde, wurde vor ca. 300 Jahren gegraben, ein dicker schwarzer Kellerpilz überzieht die Decke und die Wände des Gewölbes. Bereits Thomas Schwarz Urgroßvater kelterte hier Wein, bis heute reifen einige der ausgewählten Rotweine hier. Darüber, kaum zu sehen weil hinter einem Hügel versteckt, liegt die graue Halle in der gepresst und gelagert wird, mit atemberaubendem Blick auf die farbenprächtige Wildnis des Leithabergs. Die Trauben für die Weine reifen einige Hundert Meter von hier, an den Hängen des Leithagebirges zwischen Purbach und Breitenbrunn, auf Muschelkalkböden aus dem Urmeer Paratethys. Die Reben sind im Schnitt 25 Jahre alt, in den steinigen Lagen Eisner, Glauberinzer und Thenau stehen Stöcke, die seit bis zu 60 Jahren dort wachsen. Aus ihnen keltert Schwarz seine besten Blaufränkischen, die er als „Alte Reben“ und „Rohrwolf“ abfüllt.

Thomas Schwarz

Seine Weine

Wein soll für Thomas Schwarz nach dem schmecken, aus dem er gemacht ist: dem Saft von perfekten Trauben, gewachsen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Und, am allerwichtigsten: Es soll großen Spaß machen, ihn zu trinken. Schwarz ist der Meinung, dass Menschen sich selbst ein Bild machen und eine eigene Meinung haben sollten: Seit 2016 verzichtet er auf die Bezeichnung Qualitätswein und verkauft seine Weine als Landwein – auch und gerade jene aus den besten Lagen. Seiner Meinung nach der beste Qualitätstest? Wenn er versehentlich am Abend allein eine Flasche austrinkt. Vor allem mit seinem Sekt „Rosé Brut“ passiert ihm das immer wieder.

Rot

  • Alte Reben – gut Ding braucht Weile
  • Antonius – große, weite (alte) Welt
  • Blaufränkisch – local hero
  • Megalith – Für Schönheit muß man leiden
  • Nepomuk – aus Stein gemeißelt
  • Pinot noir – La Diva
  • Pinot “R” – Best of Diva
  • Rohrwolf – scheuer Jäger mit Geschichte
  • Syrah – wild thing

Weiss

  • Grüner Veltliner – Spaß und Spannung
  • Muschelkalk – Boden im Glas ….
  • Muschelkalk “R” – Me(e)hr Boden
  • Weissburgunder – Coolness verpflichtet

Süß

  • Roter Muskateller – Aromabombe mit dem gewissen Etwas
  • Vindemia – Kaminfeuer erwünscht
  • Syss – auf den Punkt gebracht
  • Perdix – 80ies oxidated

Rosé

  • Rosé – erfrischend herzhaft
  • Rosé brut – Perlenpassion